Merscheider Männergesangverein 1861 e.V.

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Rezensionen zu unserem Swing-Konzert vom 25. September 2016 im Kulturzentrum COBRA

 

Solinger Morgenpost vom 27. September 2016

 

Ralf Leßenich gab den Fred Astaire

Solingen. Der Merscheider Männergesangverein hatte seine Herbstveranstaltung unter das Motto "Swing is the Thing" gestellt.

 

Der Merscheider Männerchor begeisterte in der Cobra mit einem abwechslungsreichen "Swing"-Programm.FOTO: Stephan Köhlen

 

Von Wolfgang Günther

Es ist noch nicht so lange her, da hatten die Konzerte der Solinger Chöre einen unverrückbaren Ablauf. Im ersten Teil erklangen Werke der Klassik - mal Mozart, mal Schubert oder Schumann. Nach der Pause war die Operette an der Reihe und ganz Mutige wagten sich auch an das Musical. Gesangsstars kamen dann dazu und präsentierten drei, vier Arien - für ein sündhaft hohes Honorar. Aber die Welt verändert sich und wir verändern uns mit. Heutzutage sind die Chöre die Stars und die gut ausgebildeten Solisten kommen aus den eigenen Reihen. Vorreiter für diese neue Art der Chorkonzerte war in Solingen vor Jahren schon der Merscheider Männergesangverein. Das zeigte sich jetzt auch wieder im Herbstkonzert des Chores in der Cobra. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Swing is the Thing" und war der Höhepunkt einer langen Reihe von Auftritten des Männerchors im neuen Stil.

 

Der neue Stil machte sich auch in der revueartigen Bühnenausstattung, der launigen Moderation des Vorsitzenden Dirk Kerp, und in der neuen, noch knapp vor Konzertbeginn eingetroffenen, eleganten Einheitskleidung der Männer bemerkbar. Wie im vergangenen Jahr war auch diesmal wieder die "Humboldt College Jazz Band" als Partner dabei, was natürlich wunderbar in den Kontext passte. Die Pianistin Nadja Bulatovic hatte den Merscheider Männerchor auch oft bei den Proben unterstützt, im Konzert griff sie aber ab und an etwas zu robust in die Tasten ihres E-Pianos. Klassiker der Swingmusik waren angekündigt, und es blieb in dieser Hinsicht kein Wunsch offen. Chorleiter Ralf Leßenich gab den Fred Astaire in Irving Berlins Evergreen "Puttin' on the Ritz", die akrobatischen Figuren des unvergessenen Tänzers wagte er aber verständlicher Weise nicht. Dafür sang er mit seiner feinen Tenorstimme sehr einfühlsam den Casablanca-Klassiker "As Time Goes By".

 

Auch der frühere Vorsitzende Stefan Wassermann beeindruckte mit seinem Solo von "My Way" im Medley der schönsten Songs von Frank Sinatra. Bandleader Walter Hofmeister hat mit der exzellenten Bigband des Humboldtgymnasiums ein hervorragendes Jazzensemble geformt. Perfekt erklang der Bläsersatz, fehlerfrei die Solotrompete und die Band hatte auch bei der Musik von Glenn Miller den richtigen Sound drauf. Dazu machten zwei Sängerinnen der Band auf sich aufmerksam. Larissa Brattig löste einen Begeisterungssturm in der ausverkauften Halle der Cobra aus, als sie kongenial auf den Spuren von Adele wandelte - der Bond-Song "Skyfall" war in Gestaltung und Stimme bewegend nahe am Original. Auch das Bühnendebüt von Holly Sutorius mit dem fetzigen Song "Fever" begeisterte das Publikum.

 

Wie einfallsreich die Merscheider Sänger sind, das zeigte gegen Ende auch ein neues Werbelied für den Chorgesang, das der Sänger Harald Günther auf das Abba-Lied "Waterloo" humorvoll getextet hatte. Wie versprochen spielte der Swing die Hauptrolle des Abends, und swingend klang dieses Konzert auch aus, es gab Blumen und Beifall im Überfluss.

 

 

Solinger Tageblatt vom 27. September 2016

 

Merscheider Chor beeindruckt mit Swing

Partner war die Humboldt College Jazz Band.

 

Die Zusammenarbeit des Merscheider Männergesangvereins mit der Humboldt College Jazz Band wird schon beinahe zur Tradition. Das zweite gemeinsame Konzert am Sonntag in der Cobra stand unter dem Motto „Swing ist the thing“ und war wie beim ersten Mal ausverkauft.

Die 40 Merscheider Sänger traten im neuen Smoking auf und hatten unter Chorleiter Ralf Leßenich sieben Wochen lang viele Ohrwürmer erarbeitet – von „Moon River“ über Frank-Sinatra-Songs bis „As Time Goes By“. Besonderen Anklang fanden die Medleys mit bekannten Liedern aus der Swing-Ära.

Um für den Chorgesang zu werben und auch neue Mitglieder zu gewinnen, hatte der Merscheider Harald Günther erneut einen Erfolgshit für den Chor umgetextet. Aus „Waterloo“ von Abba wurde „Männerchor, wir sind der Merscheider Männerchor“.

Stefan Wassermann trat neben Ralf Leßenich mehrfach als Solist auf. Die Humboldt College Jazz Band unter Walter Hofmeister bewies ein routiniertes Zusammenspiel, das über das Können einer Schulband herausragte. Es wirkten nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer, Ehemalige und Eltern mit.

Bei dem klassischen Glenn-Miller-Sound war viel Professionalität im Spiel. Die Gesangsstücke von Larissa Brattig und Debütantin Holly Sutorius erhielten viel Beifall. Exzellente Begleiterin am Klavier war die Pianistin und Chorleiterin Nadja Bulatovic. bro.

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