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Solinger Tageblatt vom 12.06.2017

Chöre bieten Revue mit viel Humor

 Unter dem Titel „Lampenfieber“ brachten der MGV und der Frauensingkreis Merscheid Evergreens und spielerische Einlagen auf die Bühne. © Daniela Tobias

Der Merscheider Männergesangverein und der Frauensingkreis Merscheid erhielten viel Applaus von ihren 800 Zuhörern.

 

Von Jutta Schreiber-Lenz
Zu Beginn wirkte alles noch chaotisch: Weder der Solo-Tenor des Abends, „Enrico Caruzzo“, noch die erwartete Sopranistin „Dolly Levine“ waren schon eingetroffen. Die Chormitglieder fegten hemdsärmelig die Bühne und Ralf Leßenich als musikalischer Gesamtleiter musste seinen „Probenplan“ gemeinsam mit seiner Kollegin Kristina Strack, Leiterin des weiblichen Merscheider Chores, für die anstehende „Premiere“ am nächsten Tag ständig neu abstimmen. Mit dieser spielerischen Einlage begannen der Merscheider Männergesangverein und der Frauensingkreis Merscheid ihr Konzert im Konzertsaal Solingen.


Bariton Wolfgang Krupp erkundigte sich dabei, schon im Kostüm des Milchmanns aus „Anatevka“, im breitesten Soljer Platt immer wieder ob „ech nu endlich draan ben“, und zu allem Überfluss war die Krabbenmayonnaise für die Pausenhäppchen schlecht geworden. Mit diesem „Premierenfieber“-Szenario, musikalisch begleitet vom Anfangsstück aus „Kiss me Kate“, begannen zwei unterhaltsame Stunden.

 

Stimmstarke Sänger lassen Musical-Melodien erklingen

 

Eingebettet in dieses „Lampenfieber“ war ein Reigen bekannter Musical-Melodien wie etwa ein sehr einfühlsames „Hallelujah“ von Cohen oder „Somewhere“ aus der Westside Story von Bernstein, jeweils gesungen von den stimmstarken Chören.


Bestens aufgelegt waren auch die Solisten des Abends. Allen voran Temperamentbündel Polonca Olszak, Sopranistin und Operetten-und Musical-Darstellerin, die zuletzt mit der Neuen Operette Düsseldorf als Eliza Doolittle im Pina-Bausch-Saal begeistert hatte. Lebhaft schlüpfte sie am Samstagabend von einer Rolle in die nächste und überzeugte sowohl mit umwerfender Ausstrahlung als auch mit glockenklarer Stimme. Choreographien mit den Chören und Ausstattung des Revue-Abends war zudem ihr Werk, wie Ralf Leßenich am Ende lobend herausstellte. Flotte Kostüme und eingestreute kleine Dialoge, würzten das Ganze zu einem besonderen Mix.

Ihr zur Seite standen Bariton Wolfgang Krupp, der schließlich sein Soljer Platt gegen den jiddischen Akzent des Tewje vertauschte und damit einen grandiosen Einstand gab. Im zweiten Teil erntete er als Theophil in Linckes „Frau Luna“ viel Beifall.


Alexander Janacek schließlich war eine Art Joker: Egal ob als romantischer, klangschöner Tenor, wirbelnder Co-Moderator, der mit seinen zotigen Clownerien immer wieder Gelächter im rund 800-köpfigen Publikum erzeugte oder als Erzähler beim Querschnitt der „Frau Luna“: Der donnernde Applaus zum Schluss kürte ihn zu einem der Publikums-Lieblinge des Abends.


Begleitet wurden die Gesangsprotagonisten vom Salonorchester Grandezza und Nadja Bulatovic am Klavier. Die Pianistin ist in Solingen als Leiterin mehrerer Chöre bekannt. Mit der „Berliner Luft“ als Zugabe gaben alle Musiker noch einmal richtig Gas und ernteten am Schluss viel Beifall.

 

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