Merscheider Männergesangverein 1861 e.V.

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tn_jubikonz2Solinger Morgenpost, 31. Mai 2011

Meisterliche Lieder

Zum 150. Geburtstag präsentierte der Merscheider Männergesangverein 1861 ein Jubiläumskonzert der Superlative

 

VON CYRILL STOLETZKY

Vor 150 Jahren intonierten sie das erste Lied - heute sind sie im Solinger Kulturleben fest verwurzelt. Mit einem grandiosen Jubiläumskonzert führte der Merscheider Männergesangverein 1861 e. V. Publikum und Ehrengäste im gut besuchten Konzertsaal quer durch die illustre Welt der Musik. Top-Stars wie Uwe Buchmann (Tenor) und Gunther Emmerlich, der seinem Namen als ausdrucksstarker Bass und humoriger Conferencier alle Ehre machte, aber auch der Männerchor 1980 Solingen sowie die Klavierbegleiter Klaus Bender und Dr. Thomas Giebisch und Rena Schlemper an der Orgel präsentierten unter Leitung von Chordirektor Ralf Leßenich ein Programm, das an Vielfalt seinesgleichen sucht und von Uta Fußangel charmant moderiert wurde.
Mit der von majestätischen Orgelklängen getragenen „ Gnädig und Barmherzig" stimmten Jubilar und Gastchor 8-stimmig das erste Lied an, und dieser Einstieg saß hundertprozentig. Es folgten für zweieinhalb Stunden herrliche Höhepunkte aus Klassik und Musical, aus Gospel und Unterhaltung, Oper und Operette. Da begeisterte Uwe Buchmann, sensibel begleitet von Rena Schlemper an der Orgel und Dr. Thomas Giebisch am Flügel, mit „The Lords Prayer" und „Jerusalem", und dem mit begnadeter Sensibilität vorgetragenen Lehar-Ever-green „Dein ist mein ganzes Herz". Da brachte Gunter Emmerlich, unterstützt von seinem langjährigen Klavierbegleiter Klaus Bender, mit Musical-Nummern wie „Ol' Man River", „Wenn ich einmal reich war" und „I got plenty o'nutting" die Herzen zum Schmelzen.
Aber auch Buchmann ist das Musical keineswegs fremd. Mit atemberaubender Sensitivität phrasierte er die zarte Melodik von Bernsteins „West-Side-Story"-Ballade „Maria". Emmerlich öffnete mit einer Sarastro-Arie aus Mozarts „Entführung" gemeinsam mit dem Chor die Pforten zur Oper, und Mozarts „Vivat Bachus" sang er gar im Duett mit Buchmann - ein einzigartiger Hörgenuss.

Heitere Anekdoten

Vom Chor intonierte Musical-Nummern, das Lied „Die Rose", zu der wunderschöne Bilder aus der Natur gezeigt wurden, ein stimmungsvolles Orgel-Flöte-Intermezzo und Emmerlichs Lieder und Arien für Bass mit „Bassenden" und „unbassenden" Bemerkungen, viele heitere Emmerlich-Anekdoten und szenische Intermezzi rundeten ein sattes Programm ab.
Dass auch Bass-Legende Emmerlich mit von der Partie war, macht Chorleiter Ralf Lessenich glücklich, und froh ist er auch darüber, dass der Chor nach 150 Jahren hervorragend im Kulturleben positioniert ist und keine Existenzprobleme hat. „Zeitgemäß sein" - das formulierte Leßenich als Ziel für die Zukunft. „Wir möchten für alle Generationen Musik machen." Dass das möglich ist, hat der Konzertnachmittag gezeigt. Zwei Zugaben gab es als Dankeschön für den langen Applaus des Publikums.

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